Fahrradtouren in und um Harburg

Wer mit dem Rad in Harburg unterwegs ist, der wird schnell merken, dass das mit dem flachen Land in Norddeutschland nicht unbedingt so stimmt. Aber wie wir ja schon auf unserer Radreise entlang des Elberadwegs festgestellt haben: Es kann im Leben nicht immer nur beragab gehen! Wer den Süden Hamburgs dennoch lieber mit dem Rad anstatt zu Fuß erkunden möchte, ist hier genau richtig. Die drei Radtouren, die wir Euch heute vorstellen, sind aber alle größtenteils flach und die höchsten Erhebungen, die es zu bewältigen gilt, sind vermutlich irgendwelche Brücken im Hafengebiet. Wenn Ihr Euch vor oder nach Eurer Tour stärken und belohnen wollt, findet Ihr hier außerdem unseren Gastro-Guide für Harburg.

Also dann: Nerdy Helme auf und los gehts zu unseren Top 3 Radtouren im Süden Hamburgs!

Auf nach Wilhelmsburg (Inselpark und Paddeln, ca. 16 km)

Paddeln in Wilhelmsburg

Paddeln in Wilhelmsburg

Heute streifen wir durch den wunderbaren Inselpark und starten eine Paddeltour am Restaurant Zum Anleger. Wieder vom Harburger Bahnhof geht es jetzt also in Richtung Wilhelmsburg und Inselpark. Über die Hannoversche Straße radelt Ihr auf die sehenswerte Brücke des 17. Juni zu. Habt Ihr diese überquert, haltet Euch rechts, kreuzt beide Straßen und fahrt direkt auf der gegenüberliegenden Seite in einen Radweg hinein. Dem folgt Ihr dann eine ganze Weile bis Ihr in dem einen Teil des Parks landet. Dort trefft Ihr, kurz nach dem Wüstenspielplatz, auf den Kanal. Diesem folgt Ihr bis quer die Mengenstraße auftaucht. Diese kreuzt Ihr und fahrt auf der anderen Seite wieder in den Park hinein. Dann geht es nur noch geradeaus bis linker Hand die Straße Vogelhüttendeich kommt. Diese fahrt Ihr rein, et voilà: schon seid Ihr da.

Am Wochenende oder in den Ferien reserviert Ihr Euch hier am Besten ein Kanu oder SUP. Der Rundkurs, der gepaddelt werden kann, ist wirklich schön, auch wenn man an einer Stelle das Kanu über die Straße tragen muss. In der Vergangenheit haben wir immer circa zwei Stunden gebraucht – reine Zeit auf dem Wasser und ohne Pause am Partner-Lokal Willis Villa im Herzen des Inselparks. Beide Lokalitäten haben gute Snacks und sind super für eine Pause. Auf dem Rückweg nach Harburg lohnt sich ein Stopp direkt im Inselpark. Neben einem Klettergarten, Skaterplatz und ganz vielen Spielplätzen, gibt es auch sonst noch eine Menge zu entdecken, wie zum Beispiel eine Frisbeegolf-Anlage (was auch immer das sein soll).

Das beste aus beiden Welten (Hafen, Alter Elbtunnel, Hafencity, ca. 30 km)

Blick vom südlichen Elbufer

Blick vom südlichen Elbufer

Diese Radtour empfehlen wir vor allem am Wochenende, da es dann im Hafengebiet quasi keinen Verkehr gibt. Cool ist auch, dass man sie im Grunde von jeder Elbseite aus starten kann. Wir beginnen natürlich wieder am Harburger Bahnhof. Von dort geht es erst einmal in Richtung Inselpark in Wilhelmsburg und dann weiter zum Veddeler Deich. Spätestens ab dort ist dann auch schon der Alte Elbtunnel immer wieder ausgeschildert. Im Hafengebiet von Steinwerder könnt Ihr außerdem auch schon immer mal wieder die ersten Blicke auf das „richtige“ Hamburg erhaschen. Diese einmaligen Perspektiven eignen sich super für einen Foto-Stopp! Angekommen am Alten Elbtunnel könnt Ihr erst den Ausblick auf Landungsbrücken und Elphi genießen und wem es jetzt schon reicht, macht sich auf den Rückweg. Wir nehmen dann fast immer einen anderen Weg durch den Hafen und schauen wo wir rauskommen.

Oder ihr nehmt den Aufzug und kreuzt die Elbe unterirdisch im wunderschönen Elbtunnel! Dann schnell vorbei an den überfüllten Landungsbrücken und rein in die Hafencity. Hier fahren wir auch immer anders durch, bestaunen die teils irre Architektur oder schauen uns einen der Parks an. Nahe der Hafencity Uni könnt ihr schließlich auf den ruhigen Versmannkai direkt am Wasser fahren. Hier ist es nicht so überfüllt wie im vorderen Teil der Hafencity und bei einem der kleinen Cafés oder Kioske kann man sich einen kleinen Snack gönnen. Über eine Fußgängerbrücke geht es dann weiter in den Baakenpark – auch sehr hübsch und gut für eine Pause. Wenn Ihr Euch dann hier in Richtung der neuen Haltestelle Elbbrücken haltet kommt Ihr – Überraschung – zu den Elbbrücken. Ab durch die Veddel und Wilhelmsburg kommt ihr nun von der anderen Seite wieder in den Inselpark und habt es schon fast geschafft!

Hippie-Kommune und große Pötte (Moorburg und Finkenwerder, ca. 33 km)

Aussicht vom Rüsch-Park in Finkenwerder

Aussicht vom Rüsch-Park in Finkenwerder

Um auch mal von Süden aus die großen Pötte schippern zu sehen, lohnt sich diese Radtour von Harburg, über Moorburg zum Gorch-Fock-Park in Finkenwerder. Gestartet wird über die Cuxhavener Straße, oder etwas verkehrsärmer über die Seehafenstraße stadtauswärts. Wir fahren meist die „Cuxe“ bis kurz nach Lidl. Dort rechts und dem Straßenverlauf parallel zur Cuxhavener folgen, am Ende der Straße die Schienen queren. Kurz links halten und dann gleich rechts auf den Radweg längs des Deiches fahren – mit etwas Glück habt hier hier Rückenwind. Am Ende des Weges müsst Ihr die Straße kreuzen und direkt auf der anderen Seite wieder „in die Natur“ fahren. Ein ziemlich schmaler Feldweg führt Euch zu einem kleinen Bahnübergang, den Ihr kreuzt. Danach geht es geradeaus in die Straße Moorburger Kirchdeich. Moorburg ist schon ein ulkiges Fleckchen Erde. Eine Art Bullerbü voller Alternativer und Hippies, das gleichzeitig etwas Apokalyptisches hat, da es sich um Hafenerweiterungsgebiet handelt, welches bereits im Besitz der Stadt ist.

Am Ende der Straße geht es dann nach links. Um nicht an der Straße entlang zu fahren, nehmt Ihr am Besten einen der Abzweige hoch auf den Deich. Jetzt fahrt Ihr quasi durch die Gärten der Anwohner – Achtung vor Kindern und Hühnern! Nach der Autobahnbrücke haltet Ihr Euch rechts und kommt so langsam aber sicher ins Hafengebiet. Hier könnt Ihr entweder den Schildern folgen, oder Ihr bahnt Euch den Weg ganz individuell durch die Großindustrie, bis Ihr auf der Straße Finkenwerder Straße/Aue Hauptdeich rauskommt. Auf dieser geht es links und dann (kurz nach der Total Tankstelle) rechts in den Stadtteil hinein. Jetzt könnt Ihr Euch fast durchgehend am Wasser entlang entweder zum Gorch-Fock oder Rüschpark hangeln und mit etwas Glück eine Bank mit Aussicht ergattern. Wer hier noch nicht genug hat, oder vielleicht nach hause auf die nördliche Elbseite muss, kann an einem der zwei Fähranleger noch in See stechen.

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