Radreise auf dem Elberadweg

Felder, Felder, Felder, Straßen, Wiesen, Wälder.“

Philipp

Dieses kurze Gedicht ist auf unserer Tour auf dem Elberadweg von Hamburg nach Dresden entstanden und inspiriert durch unsere Eindrücke, die wir unterwegs sammeln durften. Vielleicht ist da ja echt was dran mit dem Land der Dichter und Denker? Daher sollte eingangs auch gleich mal der richtige Eindruck erweckt werden: Wir sind weder sportlich, noch große Outdoor-Enthusiasten – Dichter und Denker eben. Aber wir haben festgestellt, dass solch eine Fahrradreise bei richtiger Planung sehr gut auf jedes Fitness-Level abstimmbar und ohne vorheriges Training durchführbar ist. Wenn dann noch das Wetter mitspielt, umso besser. Doch nun zunächst zu unserer Route entlang des Elberadwegs.

Unsere Route

Unsere Stopps entlang des Elberadwegs 2020

Hier könnt Ihr unsere Route entlang des Elberadwegs erkennen. Sie führte uns (Hamburg stolz mit eingeschlossen) durch ganze fünf Bundesländer und erstreckte sich über eine gesamte Strecke von ca. 600 km. Wie in den kommenden Abschnitten genauer nachzulesen ist, haben wir natürlich nicht alles mit dem Fahrrad zurückgelegt, sondern unterwegs ab und an etwas abgekürzt – doch lest selbst.

Elberadweg Etappe 1: Hamburg – Thomasburg

Der Wald bei Thomasburg

Der Wald bei Thomasburg

Jetzt war die Lage unserer Wohnung im Hamburger Süden einmal für etwas gut: Bis zum Elberadweg hatten wir es nicht weit. Jedoch entschieden wir uns dann noch kurzfristig dazu, unseren ersten Abschnitt etwas zu verkürzen und fuhren auf relativ direktem Wege über Winsen (Luhe) bis ins kleine Thomasburg (Niedersachsen) – eine Strecke von circa 55 km. Unterwegs folgten wir entweder ausgeschilderten Fahrradwegen oder Landstraßen, die meist mindestens einseitig von einem Fahrradweg gesäumt wurden.

Kurz hinter Winsen passierte es dann: Meike hatte den ersten Platten ihres Lebens! Und wie es das Glück so wollte, waren wir aufgrund Philipps Fahrrad-Fimmel zwar gut ausgerüstet, hatten aber ausgerechnet das entscheidende Werkzeug (15er Gabelschlüssel, um das Hinterrad abzunehmen) nicht mit im Gepäck. Dann nahm unsere Glückssträhne allerdings wieder Fahrt auf und kurz bevor wir in die „Wildnis“ abgebogen wären, erwischten wir einen älteren, wortkargen Bauernhofbewohner, der uns das dringend ersehnte Werkzeug borgte.

Nach 20 Minuten konnten wir dann frisch bereift weiterfahren. Unterwegs entschlossen wir uns, für den weiteren Verlauf eben dieses Werkzeug in einem Fahrradladen zu kaufen und – Spoileralarm – benötigten es seither nicht mehr. Der restliche Streckenteil verlief recht ereignislos und auch die durch Hinweisschilder gekennzeichneten Eichenprozessionsspinner-Gebiete durchquerten wir unbeschadet. Untergekommen sind wir in einer schönen AirBnB im alten Schulhaus des Ortes.

Elberadweg Etappe 2: Thomasburg – Wittenberge

Zugegeben: Hier haben wir uns maßlos überschätzt! Diese Strecke beträgt eigentlich satte 100 km, was unserem Trainingsstand entsprechend einfach zu weit war (lacht nur, liebe Radprofis!). Nach eingehenden Planungsmaßnahmen haben wir allerdings herausgefunden, dass man von Lenzen (Elbe) sehr gut mit dem Bus nach Wittenberge fahren kann. So konnten wir die zweite Etappe unserer Radreise auf circa 80 km verkürzen, was zwar immer noch anspruchsvoll, aber für uns gut machbar war. Die Anstrengung wurde mit der landschaftlich schönsten und abwechslungsreichsten Strecke der gesamten Reise belohnt: Es wechselten sich Deichwiesen mit Elbauen, kleinen Seen, Feldern und später auch Wäldern ab.

Eigentlich hatten wir vor, den größten Teil dieses Abschnittes südlich der Elbe zurückzulegen, wovon uns glücklicherweise unsere nette Gastgeberin noch rechtzeitig abgeraten hat. Es ist dort nämlich im Gegensatz zur nördlichen Elbseite sehr bergig. So brachen wir dann morgens in Richtung Bleckede auf, um dort mit der Fähre direkt die Elbe zu queren. Die Strecke dorthin beträgt zwar nur circa 9 km, ist aber wegen der zwischenzeitlich sandigen Wege schlecht befahrbar, was uns mit unseren Stadt-Fahrrädern einige Male zum Schieben gezwungen hat. Endlich in Bleckede angekommen, haben wir mit der Fähre (für 3 Euro inklusive Fahrrädern) den malerischen Elbabschnitt aka die ehemalige Zonengrenze nach Mecklenburg-Vorpommern überquert. Kurz nach der Fähre gibt es einige Cafés in wunderbarer Lage.

Wenn ihr Eure Strecke anders aufteilt lohnt es sich hier wirklich eine Pause zu machen – wir waren ja leider erst richtig gestartet. Danach ging es gute 40 km immer an der Elbe entlang, mal auf dem Deich, mal neben dem Deich. Der restliche Weg führt durch Wälder und Ortschaften und über Landstraßen. In Lenzen fahren neben regulären Bussen teilweise auch extra Fahrrad-Busse. Da es dort so etwas wie ein Rushhour aber sowieso nicht gibt, konnten wir unsere Räder einfach in einem normalen Bus mitnehmen.

Elberadweg Etappe 3: Wittenberge – Tangermünde

Nach einer entspannten Nacht und einem liebevoll angerichteten Frühstück in unserer ansonsten etwas seltsam anmutenden Unterkunft ging es diesmal zunächst zum Wittenberger Bahnhof. Da vom vorigen Tag unserer Radreise die Beine noch müde waren und die Hintern noch schmerzten, beschlossen wir nämlich kurzum, die Etappe von eigentlich rund 70 km „ein wenig“ abzukürzen. Dazu fuhren wir mit dem Regionalzug bis Stendal, von wo aus es nur noch circa 10 km bis Tangermünde waren – wir hatten ja schließlich auch Urlaub!

Dementsprechend gibt es von dieser Etappe auch nichts besonderes zu berichten. Der Zielort Tangermünde ist ein kleines Städtchen mit mittelalterlich angehauchtem Stadtkern und entsprechender Gastronomie. Wir waren davon – wahrscheinlich auch aufgrund des etwas ruppigen Empfangs in unserem Hotel – leider nicht so angetan und gönnten uns erst einmal einen Falafel bei DEM Döner der Stadt. Nach einem obligatorischen Spaziergang durch das zugegeben doch ein wenig romantische Örtchen ging es dann müde ins Bett.

Elberadweg Etappe 4: Tangermünde – Magdeburg

Irgendwo im Nirgendwo - Bahnhof Angern-Rogätz

Irgendwo im Nirgendwo

An diesem Morgen brachen wir vormittags in Richtung Magdeburg auf. Etwa 70 km lagen vor uns, die wir schlussendlich aber doch auch wieder auf knapp 40 km abkürzten. Fast der gesamte Streckenabschnitt führt nahe der Elbe entlang, denn auch wenn der Fahrradweg so heißt, ist dies nicht immer der Fall. Zuerst ging es durch Felder und Wiesen meist hinter einem Deich, es folgten einige Ortschaften und ein riesiges Schiffshebewerk. Zuletzt ging es dann mehr oder weniger quer über ein Feld bis zum geisterhaften Mini-Bahnhof Angern-Rogätz. Der nächste Regionalzug nach Magdeburg sollte unserer sein und schwupps waren wir im nächsten Hotel eingecheckt, geduscht und bereit für das geniale Abendessen, was dann folgen sollte.

Elberadweg Etappe 5: Magdeburg – Dessau

Street Art Sachsen-Anhalt-Style

Street Art Sachsen-Anhalt-Style

Ohne weiteres Sightseeing ging es recht fix raus aus Magdeburg. Relativ direkt entlang der Elbe fuhren wir dann zunächst durch den Magdeburger Speckgürtel, der ziemlich unaufgeregt daherkommt. Zwar gab es das ein oder andere nette Dorf, allerdings waren auch die alle ziemlich ausgestorben. Vermutlich werden, die nur für die üblichen Wochenendausflüge aufgesucht. In der Nähe von Barby überquerten wir dann die Elbe auf einer beeindruckenden, stillgelegten Eisenbahnbrücke.

Von da an ging es nur noch entlang von Landstraßen durch die sachsen-anhaltische Provinz. Kilometerlang sahen wir keine Menschen und die buckeligen Kopfsteinpflasterstraßen der Dörfer waren wie leer gefegt. Schließlich erreichten wir das vorläufige Tagesziel unserer Radtour: Zerbst-Anhalt. Räder und wir ab in den Zug und nach nur wenigen Minuten Fahrt in Dessau wieder raus. Unsere AirBnb lag ziemlich gut zwischen Bahnhof, einem schönen Park und den Meisterhäusern der Bauhaus-Genies. Letztere erkundeten wir Pseudo-Architekturkenner natürlich noch. Ein kleiner Fotospaziergang durch die Stadt lohnt sich, unter anderem deswegen, also auf jeden Fall.

Die alte Eisenbahnbrücke bei Barby

Geisterhaft und fotogen: Die alte Eisenbahnbrücke bei Barby

Elberadweg Etappe 6: Dessau – Torgau

Das Bauhaus in Dessau

Das Bauhaus in Dessau

Diesmal sollte die Zugfahrt etwas länger dauern und wir ließen uns nach etwas mehr als einer Stunde im sächsischen Nirgendwo, in Zschortau, von der Bahn aussetzen. Von dort ging es dann recht unspektakulär knapp 23 km nach Eilenburg zu unserer Mittagspause. Jetzt sollten „nur noch“ 30 km vor uns liegen. Doch die extrem hügelige Landschaft und einiges an Gegenwind zwangen uns in die Knie. Meike dachte zwischenzeitlich, sie hätte einen Platten – dem war allerdings nicht der Fall. Nach nur 12 km und einer mittelschweren Beziehungskrise war dann für diesen Tag endgültig Schluss mit dem Radreisen. In Doberschütz ging es wieder in den Zug. Torgau stellte sich dann als ganz nettes, aber auch recht langweiliges Städtchen da.

Elberadweg Etappe 7: Torgau – Meißen

Die Altstadt von Meißen

Blick auf die Altstadt von Meißen

Diese vorletzte Etappe und vor allem die ausführliche Analyse von Kilometerangaben und Höhenprofilen brachte uns zunächst zurück nach Brandenburg. Unsere erste Station war, mit der Bahn, nämlich Elsterwerda. Circa 50 km sollten es von hier nach Meißen sein. Und wir müssen sagen: Das ging dann mittlerweile schon recht easy. Dieser Streckenabschnitt war, nach der Überdosis an Feldern an den Vortagen, dann auch wieder wirklich abwechslungsreich.

Und nach der Hälfte trafen wir dann auch tatsächlich mal wieder auf den eigentlichen Elberadweg. Der letzte Teil folgte dann recht strickt dem Fluss und man kommt in kleinen Orten vorbei, die zu einer kleinen Pause einladen. Wir hatten aber die Pizza-Reste vom Vortag im Gepäck und mussten uns nur eine Bank suchen. In Meißen angekommen, ging es hier dann wieder ins Hotel (wir hatten einen Gutschein) und ab zum nächsten Döner.

Elberadweg Etappe 8: Meißen – Dresden

Einen Tag Pause hatten wir nun in Meißen hinter uns und waren froh aus dem zwar niedlichen, aber doch auch recht öden Örtchen endlich in die Dresdner-Neustadt zu kommen. Und auch wenn die Beschilderungen auf dem Weg ziemlich verwirrend waren, waren es letzten Endes 25 km, die wir noch zurückzulegen hatten. Immer der Elbe entlang fuhren wir durch grüne Auen und kleine Orte. Ziemlich froh, nicht mehr nur alten Leuten auf E-Bikes zu begegnen, fuhren wir dann auf unsere Zielgeraden in die Dresdner Neustadt ein. The winner takes it all und durfte dann endlich auch seine ganze Wäsche in den Waschsalon bringen, was mittlerweile zu einer unserer Lieblingsurlaubsbeschäftigungen geworden ist.

In Dresden brachten wir die Zeit dann, wie immer, damit rum uns durch die Restaurants und Imbisse der Neustadt zu futtern. Nach ein paar Tagen war dann unsere erste Radreise zu Ende und ging es dann direkt und ohne weitere Umwege nach Hause.

Unsere Ausstattung auf dem Elberadweg

  • 1 Paar VAUDE Aqua Back: Die VAUDE Aqua Back Fahrradtaschen kommen als Paar daher und bieten ein Gesamtvolumen von ca. 48 Litern sowie wasserdichte Wickelverschlüsse. Die Taschen werden einfach an der Querstange des Gepäckträgers “eingeklickt”, während ein weiterer anpassbarer Haken dafür sorgt, dass auch der untere Teil der Tasche nicht verrutscht. Ursprünglich hatten wir nach unserem Entschluss zum Verzicht auf ein Auto diese Taschen zum Einkaufen besorgt, aber sie haben sich jetzt auch auf unserer Radreise auf dem Elberadweg mehr als bewährt. Wir haben hier jeweils unsere Kleidung und weitere Utensilien für 11 Tage untergebracht. Wichtig ist dabei, dass beide Taschen jeweils gleichmäßig beladen sind, da sonst das Fahrverhalten in Kurven oder auf unbefestigtem Untergrund negativ beeinflusst wird. Dazu hatten wir noch eine ältere, kleine VAUDE-Fahrradtasche im „Messenger Bag“-Stil, in die wir vor allem Proviant und kleinere Alltags-Utensilien geladen haben. Was uns persönlich an VAUDE besonders gefällt, ist die Produktion eines großen Teils der Produktpalette (so auch die Taschen) in Deutschland. Darüber hinaus hat auch Meikes bewährter Fahrradkorb uns einwandfreie Dienste geleistet!
  • Von eminenter Bedeutung für die erfolgreiche Durchführung unserer Radtour waren ganz klar unsere Radunterhosen. Diese waren praktischerweise gerade vor unserer Reise bei Globetrotter im Angebot und wir zusätzlich im Besitz eines Globetrotter-Gutscheins. Für uns beide war es eine Radunterwäsche-Premiere, die uns aber durchweg überzeugt hat. Neben der Verminderung von Druck und Reibung in entscheidenden Körperregionen ließen die Hosen sich auch großartig reinigen – für uns sehr wichtig, da wir jeweils nur eine Hose erworben haben. Einfach ein wenig Flüssigseife oder Duschgel auf ein feuchtes Tuch und damit großzügig einreiben, mit einem in klarem Wasser getränkten Tuch abwischen und über Nacht trocknen lassen. Außerdem kann man unseres Erachtens darüber streiten, ob die Hosen mit oder ohne weitere Unterwäsche darunter nutzen sollte, wir haben beides ausprobiert und keinen wesentlichen Unterschied bemerkt. Sorry falls, too much information.
  • Smartphone-Halterung für den Lenker: Die einfach zu montierende Halterung passt auf alle gängigen Fahrradlenker-Größen und nimmt alle üblichen Smartphone-Größen mit einer Breite zwischen 55 und 100 mm auf. Praktisch: Die Halterung lässt sich drehen, sodass das Smartphone sowohl im Hoch- als auch im Querformat ausgerichtet werden kann.
  • Werkzeug: Auch wenn es entlang des Elberadweges recht viele Fahrradwerkstätten gibt, warten Platten und Co. meistens nicht auf günstige Gelegenheiten. Neben dem obligatorischen Flickzeug sind die wichtigsten Werkzeuge für eine Radreise ein 15er Gabelschlüssel (um Vorder- und Hinterrad abnehmen zu können), ein 10er Gabelschlüssel (um den Rücktritt abmontieren zu können, falls vorhanden) sowie ein Multitool wie das empfehlenswerte crankbrothers M19, das auch wir dabei hatten. Nicht zu vergessen mehrere Ersatz-Fahrradschläuche und eine Fahrradpumpe, denn wechseln geht schneller als flicken.

Unterkünfte und Restaurants entlang des Elberadwegs

  • Das alte Schulhaus, Thomasburg: Adelheid und ihr Hund Fritz sind einfach wunderbare Gastgeber. Die gemütlich eingerichtete AirBnb im alten Schulhaus des Ortes liegt am Ende einer Kopfsteinpflasterstraße direkt neben einer kleinen, dicken Kirche. Wer etwas länger bleibt kann dann auch noch Adelheids verzauberten Garten erleben, der sich auf einer großen Fläche direkt zwischen Haus und Wald erstreckt. Nehmt Euch aber sicherhheitshalber etwas zu Essen mit. Im Ort direkt gibt es glaube ich wenig Möglichkeiten etwas zu bekommen.
  • Istanbul Imbiss, Tangermünde: Neben all den Touristenfallen mit liebloser Pizza und teuren Getränken, haben wir hier einen wunderbaren, riesigen vegetarischen Döner bekommen. Wir zitieren mal aus einer 4-Sterne-Bewertung bei Google: „Ich liebe diesen Döner einfach aber ich würde keine 5 Sterne geben, da ich denke das es immer einen noch besseren Döner gibt. Wenn dann würde ich 4,5 geben das geht nun mal leider nicht. Lg“ Dem stimmen wir mal uneigeschränkt so zu!
  • COBA Magdeburg: Wir sagen es wie es ist. Das beste vietnamesische Restaurant, in dem wir je waren. Toller Service, so dass sogar wir Corona-Schisser uns wohlgefühlt haben. Spitzen Essen, das neben den Klassikern auch kleine Spezialitäten wie kleine Hackbällchen in La Lot-Blättern anbietet. Die Getränke sind toll, ach, und das Ambiente auch und und und…Probiert auf alle Fälle eine der hausgemachten Limos!
  • B&B Magdeburg: Günstig, Standard, sauber, solide. So lassen sich vermutlich alle B&B Hotels zusammenfassen. Das in Magdeburg ist da keine Ausnahme. Außerdem ist die Lage nahe dem Bahnhof ein ziemlich guter Start- und Zielpunkt für eine (abgekürzte) Radreise.
  • Studio Hugo, Dessau: Gemütliche AirBnb in einer super Lage in Dessauer Stadtteil Ziebigk. Der riesige Beckerbruch Park, der Hauptbahnhof und die Meisterhäuser sowie das einstige Bauhaus selbst liegen in fußläufiger oder fahrrad-fahrender Nähe. Direkt ums Eck ist außerdem noch ein tolles Eiscafé.
  • AirBnb von Tina und Lisa (Timeausstraße): Super ruhig gelegen und trotzdem in der über-hippen Neustadt, liegt dieses super schön eingerichtete Apartment. Gerade wenn ihr mit Kindern unterwegs seid, ist diese Wohnung super, da sie richtig gut ausgerüstet ist was Kinder angeht (Bettchen, Spielecke, und wir glauben sogar einen Buggy gesehen zu haben).

Allgemeine Tipps

  • Fangt am Besten klein an! Plant Eure Touren eher etwas pessimistisch. Vielleicht habt ihr ja eine bestimmte Strecke im Kopf, die ihr bei einer Wochenend-Tour locker packt. Bedenkt aber, ob ihr diese auch bei nicht enden wollendem Gegenwind oder auch in hügeligem Gelände schaffen würdet. Da wir corona-bedingt vieles vorgebucht haben, mussten wir die gesetzten Etappen immer schaffen. Das war oft müßig und wir mussten teils recht intensiv nach möglichen Abkürzungen mit Zügen und Co. suchen. Unlustig!
  • Scheißt auf diese blöden Fahrradwegweiser. Ihr wisst schon, diese weißen mit grüner Aufschrift. Sie geben vielleicht die richtige Richtung an, aber was die Kilometerangaben betrifft sind sie einfach nur Banane. So schwankte es zum Beispiel zwischen Meißen und Dresden folgendermaßen: 11km, 19km, 17km, 12km. Und wieder in die andere Richtung. Und ja, wir sind immer auf genau einer Route, ohne Umwege, geblieben.
  • Navigiert haben wir während unserer Radreise die ganze Zeit mit Google Maps. Einmal wollte es, dass wir auf eine Bundesstraße fahren, was wir natürlich nicht getan haben. Ansonsten mussten wir teils auch an Landstraßen ohne separaten Fahrradweg entlang, was aufgrund des geringen Verkehrs gerade noch okay war. Vor allem wenn es bergauf ging und wir daher recht langsam unterwegs waren, war das manchmal auch uncool. Was wir jetzt natürlich nicht wissen, ob das mit fahrradspezifischeren Apps wie Komoot anders gewesen wäre. Habt Ihr da vielleicht Erfahrungen? Schreibt uns das gerne in die Kommentare.
  • Seid Euch über das Tempo einig! Fährt einer voraus und hechelt einer immer hinterher, kann das schnell zu einem ausgewachsenen Streit werden. Letztendlich haben wir uns auf ein ausgewogene Mischung geeinigt. Mal ist Philipp vorausgefahren und Meike war es egal ob er irgendwann auf sie warten musste. Mal haben wir unser Tempo beide angepasst (gut, meist ist Philipp vor allem langsamer gefahren) und wir konnten uns unterhalten.
  • Generell ist das Reisen mit Bahn und Rad ganz ok. In den Regionalzügen, die wir während unserer Tour genutzt haben, ging es super einfach. Es war kaum was los und man hatte trotz Corona und Rädern immer noch genug Platz für sich. In den Fernzügen (wir waren bei unserer Rückreise in zwei) war es dann solala. Im IC kann es euch passieren, dass eure Stellplätze nicht nebeneinander sind, sondern in unterschiedlichen Wagen. Im ICE hatten wir zwei Stellplätze nebeneinander. Allerdings hat auch in diese Halterung vor allem Philipps Rad nur mehr schlecht als recht reingepasst. Irgendwie bekommt man die Räder im Zug dann aber doch immer stabil und sicher abgestellt.
  • Deutsche Hotels und Unterkünfte allgemein, gerade in kleineren Orten, sind richtig allergikerunfreundlich! Teils gibt es nur Daunen-Bettwäsche und Meike musste eben mit der Schnupfnase und dem juckenden Gesicht leben. In jedem Fall würde ich aber auf jeden Fall mal an der Rezeption fragen ob es Alternativen gibt. Manche haben sogar gebeten, dass direkt bei der Buchung anzugeben. Da wir nie im Leben damit gerechnet hätten, dass es noch irgendwo Daunen gibt, haben wir das natürlich versäumt.
  • Wenn ihr vorhabt noch während der Corona-Zeit ein Hotel oder Unterkunft mit Frühstück zu besuchen, gebt vor dem Essen auf jeden Fall rechtzeitig Bescheid, falls ihr irgendwelche besonderen Wünsche habt. Und unter besonders versteht sich hier beispielsweise auch vegetarisch. Gerade in den ländlicheren Gebieten unseres schönen Deutschlands, ist das noch eher was sehr Neues. Seid ihr vegan, halal oder glutenfrei, etc. unterwegs wird es sicherlich noch lustiger.
  • Aufgepasst, Profi-Tipp für eine Radreise: Nehmt Euch immer einen Snack für die Mittagspause mit und vermeidet so eine fatale Hunger-Grummeligkeit. Wir waren ziemlich oft mitten in der Pampa und der auf der Karte angezeigte Bäcker hatte schon lange nicht mehr auf. Shit!

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